Kurzsichtigkeit

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Fähigkeiten des menschlichen Körpers. Dies ist an sich ein ganz normaler Prozess, der jeden von uns betrifft. Unterschiedlich jedoch sind die Auswirkungen, welche Fähigkeiten sich im einzelnen verändern. Auch die Ausprägungen der Veränderungen sind unterschiedlich stark.

Auch die Sehfähigkeit ist von diesen Veränderungen betroffen. Sie gehört zu den Sinnen, deren Leistungsfähigkeit am häufigsten nachlässt. Ebenso wie das Hörvermögen ist das Sehvermögen ein eher vergängliches Gut. Wer also feststellt, dass sein Sehvermögen nachlässt oder sich verändert, der befindet sich mit diesem kleinen Defizit auf jeden Fall in guter und großer Gesellschaft. Das nachlassende Sehvermögen ist jedoch kein Grund zur Besorgnis. Mit einer Brille oder mit Kontaklinsen lässt sich das meiste korrigieren. Wichtig ist, dass der Betroffene versteht, welche Prozesse bei ihm stattfinden.

Die am weitesten verbreitete Alterssichtigkeit ist die Presbyopie, die so genannte Altersweitsichtigkeit. Mit zunehmendem Alter verliert das Auge die Fähigkeit der Nahanpassung. Das bedeutet, in die Ferne funktioniert die Sehfähigkeit weiterhin, auf kürzere Abstände dagegen lässt sie stark nach. Im Unterschied zu manchen anderen Augenleiden handelt es sich bei der Presbyopie nicht um eine Krankheit, sondern um eine altersbedingte Erscheinung, die nur ein bestimmtes Maß erreichen, aber nicht zur Erblindung führen wird.

Die Presboypie entsteht, wenn die Linse des Auges an Elastizität verliert. Dadurch verändert sich der maximale Nahpunkt. Er rückt in eine immer weiter entfernte Distanz vor, so dass Gegenstände in unmittelbarer Nähe nicht mehr scharf fixiert werden können. Die Presbyopie beginnt bereits, sobald der Mensch seine Körpergröße erreicht hat. In den ersten Jahren oder Jahrzehnten wird sie jedoch nicht bemerkt, sondern schreitet schleichend voran.

Wenn Sie bemerken, dass Sie die Zeitung oder das Buch, das Sie gerade lesen möchten, mit gestreckten Armen von sich halten, dann können Sie davon ausgehen, dass die Presbyopie auch Sie eingeholt hat. Suchen Sie Ihren Augenarzt auf und scheuen Sie sich nicht, sich eine Brille anzuschaffen.